Donnerstag, 11. September 2008

Beijing Riders


Heute vormitag war ich in der Redaktion, habe einen kleinen Text ueber Sexy Beijing geschrieben und bin mit den Chefs bei Carrefour einkaufen gegangen. Da kann man lebende Krabben, Fische und Schildkroeten zum Essen kaufen. Ich war ja dafuer eine Schildkroete als Redaktionshaustier mitzunehmen. Dann waren wir in der Kantine zum Mittagessen. Am Lehrereingang der Mensa haengt ein grosses Schild mit der Aufschrift "Big Mess Hall". Ich muss immernoch darueber lachen. Ich habe irgendwie fast nichts runterbekommen. Das Problem ist nicht, dass mir das Essen nicht schmeckt, aber irgendwie habe ich weniger Appetit. Ich esse auch etwas weniger Suesses. Das ist gut. Nachmittags war ich mit Astrid downtown. Wir sind ein bisschen rumgelaufen und haben einen originellen kleinen Laden gefunden. Leider waren uns die meisten Klamotten dort zu klein (von chinesischen Schuhen fange ich am besten gar nicht erst an). Wir haben aber doch noch etwas gefunden und bei den Preisen hier macht das Einkaufen auch Spass. Wir waeren ger noch ein wenig im Zentrum rumgelaufen, mussten aber schnell zum Deutschen Club, wo der naechste Empfang stattfand. Also haben wir ein Taxi genommen. Ich liebe das Taxifahren hier. Am liebsten mit offenem Fenster und Musik, die sich dann mit dem Hupen der Autos mischt. Das Rausgucken ist auch interessant. Die Strassen sind oft achtspurig und man sieht viele Fahrradfahrer und total coole Typen mit Sonnenbrillen auf ihren klapprigen Mororrollern. Na jedenfalls kamen wir ueberraschenderweise puenktlich. Erst gab es wie immer einige Reden (diesmal u.a. von Herrn Koerting, der fuer 24 Stunden in Peking ist) und wir haben uns etwa zehn Mal ueber die viel zu kalt eingestellte Klimaanlage beschwert. Das Essen war aber besser als gestern. Es gab auch Currywurst, weil es der "Berliner Abend" war. Hinterher hatten wir Schwierigkeiten ein Taxi zu bekommen, weil gerade ein Wettkampf im Vogelnest vorbei war und die ganzen Leute von da auch Taxis wollten. Aber wir haben es letztendlich doch geschafft. Es war eine schoene Nacht und man hat die Sterne gesehen (tagsueber war auch der Himmel blau). Ich war ganz allein in unserem Zimmer und habe noch eine Weile "Chevalier B." gelesen. Als Joanna gekommen ist, habe ich wohl schon geschlafen.

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