Sie hat mir gezeigt wo sie dort wohnt, isst und lernt. Zum Mittagessen waren wir in ihrem Lieblingsrestaurant (koreanisch und seehr lecker)und dann sind wir noch durch die Gegend gelaufen und haben einige ihrer Klassenkameraden getroffen. Das war ein wirklich schoener Tag. Ich habe zwar das Abschlussfoto fuer den Tagesspiegel verpasst, aber egal. Bei der Rueckfahrt habe ich mich auchnoch verfahren. Eigentlich war das nicht mal meine Schuld: Eine Frau im Bus hat mir eine falsche Auskunft gegeben und ich bin zu frueh ausgestiegen. Nach einigem Rumirren bin ich dann wieder in den Bus gestiegen und kam gerade noch rechtzeitig zur gemeinsamen Abfahrt ins Stadion. Dort fand die Abschlussfeier der Paralympischen Spiele statt. Wieder sehr schoen, aber kuerzer. Das Motto diesmal: "A Leter to The Future". Wir hatten auch wieder super Plaetze - noch besser als bei der Eroeffnung. Danach sind noch einige Leute mit den Sportlern feiern gegangen. Viele waren aber auch einfach zu muede (wie ich) und sind nach Hause gefahren. Es ist also ziemlich spaet geworden. Heute mussten wir 7 Uhr aufstehen, weil wir um 8 zur grosse Mauer gefahren sind. Die fahrt war relativ kurz (etwas mehr als eine Stunde). An dem Mauerabschnitt, an dem wir waren (Mutianyu) gab es eine Seilbahn nach oben. Aber ich (und die anderen auch) war zu geizig dafuer und bin gelaufen. War seeeehr anstrengend. Endlose Treppen und diese Hitze! Aber ich habe schoene Fotos gemacht und die Mauer muss man ja auch mal gesehen haben. Die ganze Zeit hatte ich Mitleid mit den armen Soldaten, die da immer hoch mussten und den Leuten, die das Ding ueberhaupt gebaut haben. Da auchnoch Steine hochzuschleppen... kein Wunder, dass da so viele gestorben sind. Der Ausflug war ganz schoen Anstrengend und ich denke, dass ich sicher Muskelkater bekomme, aber ich bin froh, dass wir hingefahren sind. Als einige wenige von uns (wie ich) schon unten waren, waehrend die anderen darauf warteten die Sommerrodelbahn benutzen zu koennen, trafen wir zufaellig unser "Covergirl" und setzten uns mit ihr in ein Cafe.
Donnerstag, 18. September 2008
Mein "Sunny Day", Grosse Mauer und Clubbing in Beijing oder: Tod meiner Knie
Soo, endlich komme ich mal wieder dazu etwas zu schreiben. Es war die letzten Tage wieder viel los, sodass ich keine Zeit hatte. Am Dienstag war nun der entgueltige Redaktionsschluss und bis mittags waren wir alle im Redaktionsraum. Zwischendurch kam CCTV (der goesste chinesische Nachrichtensender!) um uns zu interviewen. Ich sass ganz entspannt am Computer, als mir ploetzlich jemand auf die Schulter tippt. Ich drehe mich um und ploetzlich habe ich eine grosse Kamera und ein Mikro vor der Nase. Es folgen lauter schwammige Fragen: Was mich am meisten beeindruckt haette an unserem Projekt, an der Zusammenarbeit mit den chinesischen Schuelern, an den Paralympics. Meine Antworten waren aehnlich schwammig. Naja, das war das. Als die Arbeit getan war, wollte ich mit Joanna in die Schwimmhalle nebenan gehen. Erstmal wollte man uns aber nicht reinlassen, weil wir keine Mitgliedskarten hatten. Wir wollten einfach bezahlen und reingehen, aber es war nichts zu machen. Wir mussten erst eine unserer chinesischen Kolleginen holen um das zu regeln. Fuer 60 Yuan (also 6 Euro!!) durften wir dann schwimmen gehen (Mein erster Kommentar: "60 Yuan? Does that include massages, sauna and free drinks?". War auch nicht besonders luxurioes die Halle, aber es war trotzdem ganz nett. Neben Joanna, die mit ca. 80 km/h die 50m-Bahn hin und her schwamm, kam ich mir vor wie diese Rentner, die jede Woche dienstags von 8 bis 9 zum Seniorenschwimmen gehen. Na wenigstens hatte ich so Zeit im Vorbeipaddeln die vielen Verbotsschilder zu studieren (Tauchen verboten! Springen vom Beckenrand verboten! Becken betreten wenn man ansteckende Krankheiten hat verboten! Wasserballspielen verboten! Schwimmen verboten! usw.)Als Joanna ihr normales Pensum (ca. 100 Bahnen) erfuellt hatte, gingen wir in unser Zimmer im Dormitory im 6. Stock. Da blieben wir kurz, bis wir entschieden, dass uns ein verspaetetes Mittagessen ganz recht waere. Astrid kam noch vorbei und wir gingen gemeinsam zu dem kleinen japanischen Restaurant bei Carrefour. Joanna wollte unbedingt danach ins Vogelnest und die letzten Leichtathletikwettkaempfe sehen. Wir wollten eigentlich mitkommen, aber als wir rauskamen, goss es wie aus Eimern. Als wir an der Bushaltestelle ankamen, waren wir schon voellig durchnaesst. Da hatten Astrid und ich dann keine Lust mehr aufs Stadion und drehten um. Sassen dann lange zusammen im Dormitory und quatschten so ueber dies und das. An ihrem Laptop habe ich dann die Speicherkarte von meiner Kamera geleert (mal eben ca. 300 Bilder + Filme auf nen USB-Stick). Dann ging es mal etwas frueher als sonst is Bett. Auch nicht schlecht. Gestern habe ich endlich meine Brieffreundin Sunny getroffen, die ich schon seit zwei Jahren kenne. Ich habe ganz allein den Weg zu ihrer Uni gefunden (bin im uebrigen auch ohne zu Fragen losgefahren... Redaktionsschluss war ja schon und alle haben noch geschlafen).

Sie hat mir gezeigt wo sie dort wohnt, isst und lernt. Zum Mittagessen waren wir in ihrem Lieblingsrestaurant (koreanisch und seehr lecker)und dann sind wir noch durch die Gegend gelaufen und haben einige ihrer Klassenkameraden getroffen. Das war ein wirklich schoener Tag. Ich habe zwar das Abschlussfoto fuer den Tagesspiegel verpasst, aber egal. Bei der Rueckfahrt habe ich mich auchnoch verfahren. Eigentlich war das nicht mal meine Schuld: Eine Frau im Bus hat mir eine falsche Auskunft gegeben und ich bin zu frueh ausgestiegen. Nach einigem Rumirren bin ich dann wieder in den Bus gestiegen und kam gerade noch rechtzeitig zur gemeinsamen Abfahrt ins Stadion. Dort fand die Abschlussfeier der Paralympischen Spiele statt. Wieder sehr schoen, aber kuerzer. Das Motto diesmal: "A Leter to The Future". Wir hatten auch wieder super Plaetze - noch besser als bei der Eroeffnung. Danach sind noch einige Leute mit den Sportlern feiern gegangen. Viele waren aber auch einfach zu muede (wie ich) und sind nach Hause gefahren. Es ist also ziemlich spaet geworden. Heute mussten wir 7 Uhr aufstehen, weil wir um 8 zur grosse Mauer gefahren sind. Die fahrt war relativ kurz (etwas mehr als eine Stunde). An dem Mauerabschnitt, an dem wir waren (Mutianyu) gab es eine Seilbahn nach oben. Aber ich (und die anderen auch) war zu geizig dafuer und bin gelaufen. War seeeehr anstrengend. Endlose Treppen und diese Hitze! Aber ich habe schoene Fotos gemacht und die Mauer muss man ja auch mal gesehen haben. Die ganze Zeit hatte ich Mitleid mit den armen Soldaten, die da immer hoch mussten und den Leuten, die das Ding ueberhaupt gebaut haben. Da auchnoch Steine hochzuschleppen... kein Wunder, dass da so viele gestorben sind. Der Ausflug war ganz schoen Anstrengend und ich denke, dass ich sicher Muskelkater bekomme, aber ich bin froh, dass wir hingefahren sind. Als einige wenige von uns (wie ich) schon unten waren, waehrend die anderen darauf warteten die Sommerrodelbahn benutzen zu koennen, trafen wir zufaellig unser "Covergirl" und setzten uns mit ihr in ein Cafe.
Als wir wieder in der Schule waren, bin ich noch ins MPC gefahren und habe meine Pressemedaille und Urkunde abgeholt (Kommentar des Typen am Main Help Desk: "You're pretty late." - Ach nee!). Dort wird schon einen Tag nach der Abschlussfeier alles abgebaut. Man muss nichteinmal mehr durch den Sicherheitscheck (Den muss man hier sonst auch durchlaufen wenn man nur in die U-Bahn will. Keine Ahnung wie oft mein Rucksack schon geroentgt wurde?!). Hab noch ein bisschen Geld getauscht fuer letzte Einkaeufe, meine Mails gecheckt und bin in letzter Sekunde in den Supermarkt eingefalen. Litt unter akutem Zuckermangel und hab mir ausnahmsweise mal ne Coke gekauft. Als ich draussen war und einen Schluck genommen hatte, musste ich feststellen, dass ich Coke light gegriffen hatte. Iiih! Soviel zu meinem Zucker. Zurueck in der Schule ging es auch bald zu dem Abschlussessen, zu dem uns die Chinesen eingeladen hatten: Buffet in der Schule. Es wurden wieder Reden gehalten und jeder einzelne sollte noch ein paar Worte sagen. Eine Chinesin konnte gar nichts sagen, weil sie weinen musste. Es haben noch einige mitgeweint. Abschiede sind immer schwer, auch wenn wir nur zwei Wochen da waren. Als das Buffet endlich eroeffnet war, haben uns Joanna und ich so ueberfressen, dass uns hinterher schlecht war (Eigentlich komisch, weil es soo viel nun auch wieder nicht war). Wir hatten dann noch ca. 2 Stunden um uns fuer Keiras Geburtstagsparty fertigzumachen. Sie wird 18 und wir wollten in einem Nachtclub reinfeiern. Erst sind wir zu "Suzy Wang" gefahren (Unsere Chefredakteurin war auch mit, die beiden Jungs auch und fast alle von den Maedels). Das war uns aber zu klein und wir waren die einzigen, die getanz haben, also sind wir woanders hingegangen. Der naechste Club war der Wahnsinn. Sowas habe ich in Berlin noch nicht gesehen (gibts glaub ich gar nicht). Total futuristisch, tolle Lasershow und hochfahrbare Podeste und son Schnickschnack. Also richtig chic. Mitternacht haben wir alle Keira gratuliert. Hat richtig Spass gemacht dort, aber um eins sind wir gegangen, weil wir morgen frueh noch unsere Koffer packen muessen. Dann geht es wieder nach Hause! Wie schnell die Zeit vergangen ist...
Sie hat mir gezeigt wo sie dort wohnt, isst und lernt. Zum Mittagessen waren wir in ihrem Lieblingsrestaurant (koreanisch und seehr lecker)und dann sind wir noch durch die Gegend gelaufen und haben einige ihrer Klassenkameraden getroffen. Das war ein wirklich schoener Tag. Ich habe zwar das Abschlussfoto fuer den Tagesspiegel verpasst, aber egal. Bei der Rueckfahrt habe ich mich auchnoch verfahren. Eigentlich war das nicht mal meine Schuld: Eine Frau im Bus hat mir eine falsche Auskunft gegeben und ich bin zu frueh ausgestiegen. Nach einigem Rumirren bin ich dann wieder in den Bus gestiegen und kam gerade noch rechtzeitig zur gemeinsamen Abfahrt ins Stadion. Dort fand die Abschlussfeier der Paralympischen Spiele statt. Wieder sehr schoen, aber kuerzer. Das Motto diesmal: "A Leter to The Future". Wir hatten auch wieder super Plaetze - noch besser als bei der Eroeffnung. Danach sind noch einige Leute mit den Sportlern feiern gegangen. Viele waren aber auch einfach zu muede (wie ich) und sind nach Hause gefahren. Es ist also ziemlich spaet geworden. Heute mussten wir 7 Uhr aufstehen, weil wir um 8 zur grosse Mauer gefahren sind. Die fahrt war relativ kurz (etwas mehr als eine Stunde). An dem Mauerabschnitt, an dem wir waren (Mutianyu) gab es eine Seilbahn nach oben. Aber ich (und die anderen auch) war zu geizig dafuer und bin gelaufen. War seeeehr anstrengend. Endlose Treppen und diese Hitze! Aber ich habe schoene Fotos gemacht und die Mauer muss man ja auch mal gesehen haben. Die ganze Zeit hatte ich Mitleid mit den armen Soldaten, die da immer hoch mussten und den Leuten, die das Ding ueberhaupt gebaut haben. Da auchnoch Steine hochzuschleppen... kein Wunder, dass da so viele gestorben sind. Der Ausflug war ganz schoen Anstrengend und ich denke, dass ich sicher Muskelkater bekomme, aber ich bin froh, dass wir hingefahren sind. Als einige wenige von uns (wie ich) schon unten waren, waehrend die anderen darauf warteten die Sommerrodelbahn benutzen zu koennen, trafen wir zufaellig unser "Covergirl" und setzten uns mit ihr in ein Cafe.
Montag, 15. September 2008
Press Tribune Gone Wild
Heute war ein eher ruhiger Tag.. Ich habe ganz lange geschlafen und war dann ganz lange im Redaktionsraum und habe einen winzigen Text ueber unser Interview mit Hou Bin geschrieben und ungefaehr 100 mal meine E-mails gecheckt. Danke fuer die vielen Mails :) Danach habe ich Caro begleitet die unbedingt in der Seidenstrasse Converse Chucks fuer alle ihre Freunde kaufen wollte. Wir waren ewig da drin und ich habe gar nichts gekauft, was an sich komisch ist. Aber irgendwi habe ich den doofen Seidenmarkt langsam satt. Das einzig gute, was ich da gestern gefunden habe, war der Teeshop. Da gibt es diese tollen Jasminblueten, die im Glas aufgehen, wenn man heisses Wasser draufgiesst. Leider war das da relativ teuer undich hatte nicht mehr genug Geld. Die Bank hatte natuerlich auch schon zu und das Angebot einer Haendlerin, bei ihr Geld umzutauschen, habe ich dankend abgelehnt. Als wir endlich wieder draussen waren, sind wir mit U-Bahn und Bus zum MPC gefahren, haben dort Essen gekauft ud sind dann zum National Indoor Stadium ruebergelaufen. Dort gab es ein spannendes Rollstuhlbasketballspiel: Finale der Frauen, Deutschland gegen USA. Wir haben die Deutschen so gut angefeuert, wie wir konnten (Einige Journalisten, die auch auf der Pressetribuene waren, haben sich wohl sogar ueber uns beschwert). Sie haben trotzdem verloren. as Spiel war so gegen 23 Uhr vorbei und wir sind zurueck zum MPC gegangen und haben ins noch in die Internet-Lounge gesetzt. D konnte ich endlich mal wieder mit E quatschen, das war schoen. Mitternacht wurden wir aber rausgeschmissen. Feierabend. Mit dem Taxi ging es in die Schule und dann schnell ins Bett. Fuer Dienstag frueh hat Karin eine Redaktionssitzung einberufen, da muessen wir frueh aufstehen.
Sonntag, 14. September 2008
Sightseeing!
Hallo liebe Leute!
Ich habe nach drei Tagen natuerlich einiges zu berichten. Ich bin nicht faul geworden, aber es war einfach zu viel los und ich habe es nicht geschafft zu schreiben. Oder das Buero war abgeschlossen. Immer ist etwas dazwischen gekommen.
Am Freitag haette ich zwar Zeit gehabt, aber es ist nichts passiert, worueber ich haette berichten koennen. Vormittags sass ich hier und habe noch an meinem Sexy Beijing-Artikel gebastelt. Nachmittags wollte ich mit Astrid und Herrn Liu ein paar Hutongs erkunden, aber Asrid war ganz lange bei einer Redaktionssitzung. Als sie zurueck war, kam raus, dass ich der Chefredakteurin eine falsche Version von meinem Artikel geschickt hatte und die richtige nirgends gespeichert hatte. Also musste ich alles neu schreiben. Ging aber recht fix und so gegen 15 Uhr sassen wir bei unserem Fahrer George im Auto, unterwegs zum Hutong. Es dauerte aber nicht lange,bis wir einen Anruf bekamen und umdrehen mussten: Die ARD hatte sich angekuendigt und wollte ein paar Aufnahmen in unserer Redaktion machen. Wir sassen hier ungefaher zwei Stunden rum. Einmal wurden meine Finger beim Tippen gefilmt und einmal haben Herr Liu ud ich ein Arbeitsgespraech nachgestellt. Hat sich ueberhaupt nicht gelohnt herzukommen. Danach war es zwar schon etwas spaeter, wir haben uns aber trotzdem noch auf den Weg nach Houhai gemacht. Das ist eine Ausgehgegend, die recht malerisch an einem See gelegen ist. Dort gibt es eigentlich nur Restaurants und Bars und jede Menge bunte Lichter, die vom See reflektiert werden. Unterwegs haben wir Leute gesehen, die vor einem Tempel Ferderball gespielt haben. Ich habe ein Foto gemacht und auf dem Display von meiner Kamera sah es aus, als ob der Platz vor dem Tempel brennt. Spaeter haben wir gesehen, dass es der Tempel eines chinesischen Feuergottes war. Gruselig, oder? Houhai war jedenfalls schoen und wir haben in einem muslimisch-chinesischen Restaurant gegessen (kein Schweinefleisch, dafuer aber Kuhzunge usw.).Als wir nach Hause kamen, war es schon nach 22 Uhr. Auf unserem Hof war eine Party im Gange. Da sassen ca. 60 Leute im Kreis auf Decken, mit Musik, Essen usw. Ich habe Asrid ueberredet, dass wir uns noch kurz dazusetzen. s stelte sich heraus, dass es sich bei den Leuten um Tibetische Schueler handelte, die hier in Peking lernen. Mondfest ist eigentlich erst heute, aber die haben wohl schon vorgefeiert oder so. Alle waren ganz nett, haben uns gleich noch eine Decke, Kekse und Cola geholtund mit uns geredet. Dann wurde getanzt und wir haben den tibetischen Tanz gelernt. Wir sind dann aber recht bald auf unsere Zimmer gegangen, weil wir frueh aufstehen wollten.
Samstag war ich mit Astrid zum Fruehstueck verabredet, aber ich habe mal wieder verschlafen. Geweckt wurde ich von einem lauten Klopfen an unserer Tuer. Als ich vom Hochbett geklettert war und die Tuer aufgemacht hatte, war aber niemand auf dem Flur. Ich bin dan in die riesige Kantine gegangen und habe ganz allein gefruehstueckt (es gab Teigtaschen gefuellt mit Katzenfutter und suesse Milch in kleinen Plastiktuetchen). Astrid habe ich spaeter in ihrem Zimmer gefunden. Wir sind dann zusammen zum MPC gefahren und haben ein Kamerateam und vier Paralympicsbotschafter (alles selbst Sportler) getroffen. Mit denen waren wir dann in der Verbotenen Stadt. Dort haben wir auch ein Interview und Fotos mit Hou Bin gemacht. Das ist der, der bei der Eroefnungsfeier das Feuer entzuendet hat, indem er sich mit seinem Rollstuhl an einem Seil hochgezogen hat. Scheint ein lustiger Typ zu sein, spricht aber nur Chinesisch. An der Verbotenen Stadt ist vor allem die Groesse beeindruckend. Ausserdem gefallen mir immer Details wie die kleinen Figuen von Tierchen/Drachen auf den Dachspitzen. Zum Mitagessen waren wir in einem schoenen Restaurant bei Wangfujing, wo wir mal richtige Baozi (gefuellte Teigtaschen mit Fleisch und/oder Gemuese) und ganz scharf gewuerzten Tintenfisch gegessen haben. Ich habe ja schon am zweiten Tag damit angegeben, dass ich ganz gut mit Staebchen essen kann. Der Fortschritt hat sich aber eingestellt. Ich komme mir eigentlich immer recht laecherlich vor bei dem Versuch damit zu essen. Und glaubt mir: Reis ist nicht das schlimmste wenn man mit Staebchen isst. Astrid wollte noch in die Seidenstrasse, also bin ich auch noch mal mitgefahren und habe noch ein paar Kleinigkeiten gekauft.
Abends war die ganze Redaktion zum Essen in einem Restaurant in der Naehe der Schule eingeladen. Das war ein lustiger Abend.
Heute sind wir superfrueh aufgestanden (um 6 hat der Wecke geklingelt)um zum Himmelstempel zu fahren. Wir sind mit der U-Bahn hingefahren und haben unterwegs bei einem franzoesisch-chinesischen Baecker gefruehstueckt. Um den Tempel ist ein gosser Park, in dem die Leute den ganzen Tag Tanzen, Taichi und Sport machen. Das an sich war schon eine Sehenswuerdigkeit. Der Tempel ist auch wunderschoen und liegt in der Stadt wie eine Oase der Ruhe (wenn man frueh genug kommt, bevor alles voller Touristen ist). Das hat mir bisher wirklich am besten gefallen. Das ganze Areal ist auch relativ gross. wir sind einmal durchgelaufen und haben auch die Fluestermauer ausprobiert (man sagt was auf der einen Seite des Mauerrings und auf der Anderen Seite kommt es an). Hat nicht so richtig funktioniert. Zum Mittagessen waren wir im Angeblich besten Restaurant der Stadt fuer Pekingente. Das war seehr lecker. Ganz was anderes als Kaefer, Seetang und Tintenfisch! Danach waren wir in einer Hutong-Shoppingstrasse. Da gab es einen Laden, in dem man fuer 2 yuan die Minute nach Deutschland telefonieren konnte. Da habe ich natuerlich gleich die Gelegenheit genutzt und meiner Mama zum Geburtstag gratuliert :) Ich bin mit Joanna noch lang in der Strasse gewesen, weil sie Geschenke kaufen wollte. Als wir kein Geld mehr hatten, sind wir zu Dongzhimen gefahren. Da gibt es viele Banken, die meisten haben aber nur bis 17 Uhr auf (heute ist ja ausserdem Feiertag UND Sonntag). Dann hatten wir auchnoch unsere Reisepaesse im Internat gelassen und die brauch man zum Geldtauschen. Nach langem Hin und Her hatten wir dann Glueck und eine nette Bankangestellte hat unser Geld mit ihrem eigenen Pass umgetauscht. Wir waren danach noch in 1-2 Laeden und sind mit dem Taxi zur Schule gefahren. Wir haben einen ganz komishen Lifestyle hier. Einerseits leben wir in dieser Schule, schlafen auf Betten, die aus Spanplatten mit 5-cm dicken Matratzen usw., andererseits sind wir staendig in Restaurants und fahren mit Taxis durch die Gegend. Zurueck auf dem Campus haben wir unseren Mooncake gegessen um das Mondfest zu feiern. Es markiert den Anfang des Herbstes. Wir sassen draussen auf der Treppe und ueber uns lachte der runde orange Mond.
Donnerstag, 11. September 2008
Beijing Riders
Heute vormitag war ich in der Redaktion, habe einen kleinen Text ueber Sexy Beijing geschrieben und bin mit den Chefs bei Carrefour einkaufen gegangen. Da kann man lebende Krabben, Fische und Schildkroeten zum Essen kaufen. Ich war ja dafuer eine Schildkroete als Redaktionshaustier mitzunehmen. Dann waren wir in der Kantine zum Mittagessen. Am Lehrereingang der Mensa haengt ein grosses Schild mit der Aufschrift "Big Mess Hall". Ich muss immernoch darueber lachen. Ich habe irgendwie fast nichts runterbekommen. Das Problem ist nicht, dass mir das Essen nicht schmeckt, aber irgendwie habe ich weniger Appetit. Ich esse auch etwas weniger Suesses. Das ist gut. Nachmittags war ich mit Astrid downtown. Wir sind ein bisschen rumgelaufen und haben einen originellen kleinen Laden gefunden. Leider waren uns die meisten Klamotten dort zu klein (von chinesischen Schuhen fange ich am besten gar nicht erst an). Wir haben aber doch noch etwas gefunden und bei den Preisen hier macht das Einkaufen auch Spass. Wir waeren ger noch ein wenig im Zentrum rumgelaufen, mussten aber schnell zum Deutschen Club, wo der naechste Empfang stattfand. Also haben wir ein Taxi genommen. Ich liebe das Taxifahren hier. Am liebsten mit offenem Fenster und Musik, die sich dann mit dem Hupen der Autos mischt. Das Rausgucken ist auch interessant. Die Strassen sind oft achtspurig und man sieht viele Fahrradfahrer und total coole Typen mit Sonnenbrillen auf ihren klapprigen Mororrollern. Na jedenfalls kamen wir ueberraschenderweise puenktlich. Erst gab es wie immer einige Reden (diesmal u.a. von Herrn Koerting, der fuer 24 Stunden in Peking ist) und wir haben uns etwa zehn Mal ueber die viel zu kalt eingestellte Klimaanlage beschwert. Das Essen war aber besser als gestern. Es gab auch Currywurst, weil es der "Berliner Abend" war. Hinterher hatten wir Schwierigkeiten ein Taxi zu bekommen, weil gerade ein Wettkampf im Vogelnest vorbei war und die ganzen Leute von da auch Taxis wollten. Aber wir haben es letztendlich doch geschafft. Es war eine schoene Nacht und man hat die Sterne gesehen (tagsueber war auch der Himmel blau). Ich war ganz allein in unserem Zimmer und habe noch eine Weile "Chevalier B." gelesen. Als Joanna gekommen ist, habe ich wohl schon geschlafen.
Mittwoch, 10. September 2008
Sexy Beijing
Nimen hao! Aaaalso heute vormittag habe ich nichts richtiges gemacht und mir mit allem Zeit gelassen. So gegen 11 habe ich meine Mails gecheckt und eine von Sufei von Sexy Beijing gefunden.Sie hat mich zu 16 Uhr in ihr Buero bestellt und mir auch gleich geschrieben,welche U-Bahnlinie ich nehmen kann. Zwei chinesische Mitarbeiterinnen haben mir dann noch den Weg zur U-Bahn beschrieben. Ich war total zufrieden und habe mich gefreut, dass ich mal allein wegfahren kann und endlich an einem eigenen Projekt arbeite. Dann habe ich aber mit unserm Boss telefoniert und sie wollte wissen wie alt ich bin. Natuerlich war`s das mit dem allein fahren. Herr R. hat michmit unserem (eigentlich wohl seinem) Fahrer in nem protzigen Auto hingefahren. Ich wusste nicht genau wo das besagt Business Plaza sein sollte,weil Sufeimich an der U-Bahnstation treffen wollte. Also habe ich sie nochmal angerufen und sie hat dem Fahrer dann auf Chinesisch erklaert, wo er hinmuss. Herr R.(der sich in waehrend meines Interviews alein in ein Cafe setzen wollte) und ich waren kaum ausgestiegen, da hoerte ich Sufei schon: "Are you Franzi?" Wir sind in einen kleinen Eckladen gegangen und dann auf den Hinterhof des Gebaeudes, in dem ihr Buero ist. Das Interview hat etwasmehr als eine halbe Stunde gedauert und obwohl Sufei ein bisschen muede wirkte, war sie ziemlich genauso nett, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Nach dem Interview sind Herr R. undich ins MPC gefahren und dann ging es auch bald zum Empfang im Deutschen Club (der ist hier nur waehrend der Spiele eingerichtet).
Dort gab es natuerlich jede Menge Essen und interessante Leute. Ich habe mich fast als einzige an den chinesischen Tisch gesetzt (will ja mein Vokabular erweitern). Ich glaube heute hat mein Chinabild sich grundlegend veraendert. Es gefaellt mir auch immer besser hier. Natuerlich bin ich nur ganz kurz hier, aber Sufei ist ja der lebende Beweis dafuer, dass man es hier wirklich laenger "aushaelt" und auch prima Chinesisch lernen kann. Jetzt keine Angst bekommen, Familie ;)
Wir sind erst gegen Mitternacht wieder in der Schule gewesen (nach einer interessanten und guenstigen Taxifahrt). Ende.
Dienstag, 9. September 2008
It`s Kaefertime (9.9.08)
Ihr werdet nicht glauben, was heute alles passiert ist. Ich habe mich relativ frueh aus dem Bett und rueber in die Kantine geschleift um zu fruestuecken. Dann habe ich mit Kyra ein Interview abgetippt, das wir gestern abend noch mit der einzigen deutschen Rollstuhltennisspielerin hier gemacht haben. Fuer 12 Uhr war ein Besuch unserer Sponsoren angekuendigt und wir sollten im Buero hier sein. Aber Astrid wollte vorhernoch etwas untenehmen, als sind wir erst in den Supermarkt gegangen und dann ewig lange zu einem Park gefahren. Das war ganz interessant. Sieht komisch aus mit den Baeumen, Gruenflaechen und kleinen Teichen mit Bruecken und im Hintergrund durch den Nebel/Smog kaum sichtbaren Hochhaeusern. Ich habe sogar zwei Frauen gesehen, die dort irgendwelche Uebungen gemacht haben. Wie ich befuerchtet hatte, haben wir es nicht geschafft 12 Uhr im Buero zu sein. Kyra musste auch zum Goalball und auch das haben wir verpasst. Mit dem Bus waeren wir zu spaet gekommen (es dauert immer ewig hier von a nach b zu kommen), deshalb wollten wir das Match im fernsehen im MPC guckn. Aber es lief auf keinem Sender. Wir sind eine Weile im MPC geblieben und dann sind Astrid und ich mit der U-Bahn zum Platz des himmlischen Friedens gefahren. Dort wollten sich gnz viele Chinesen mit uns fotografieren (blond ist was besonderes). Wir haben auch brav mitgemacht und ein Paar hat mir sogar ihr Baby auf den Arm gegeben und mich damit fotografiert. Das Baby hatte einen grossen Schlitz hinten in der Hose falls es mal muss. Ich will mir nicht ausmalen, was gewesen waere, wenn es genau beim Fotograieren ein bestimmtes Beduerfnis verspuert haette! Asrid und ich sind dann zur Wangfujing gelaufen - einer Einkaufs- und Fressmeile. Jetzt kommt der schockierende Teil: ICH HABE 3 GEBRATENE KAEFER GEGESSEN!!!!
Die waren mindestens 4 cm lang und auf einem Spiess. Ich habe natuerlich Beweisfotos :D
Nach ewigem Rumgelatsche taten mir die Fuesse total weh und der laaange Heimweg lag noch vor uns. Aber nachdem ich ein schoenes Buch mit Gedichten von den Bronte Sisters gekauft hatte, fuehlte ich mich zur Rueckfahrt bereit. Unterwegs bekamen wir dann auch eine SMS von der Cheffin, die uns zum Glueck zum Essen einlud (Ich hatte ausser Fruehstueck und den drei Kaefern nichts gegessen den ganzen Tag). Wir waren im Restaurant um die Ecke und haben an einem grossen runden Tisch Hotpot ausprobiert. Davon haben ja alle so geschwaermt, die schon mal beim Schueleraustausch hier waren. Da hat man einen Topf mit Bruehe auf einer Gasflamme und da haelt man dann das rein, was man essen moechte, bis es gar is. War ganz gut aber jetzt auch nicht sooo toll. Die Stimmung war dafuer schoen. Als Joanna und ich in unser Zimmer zurueckkamen, warn unsere chinesischen Mitbewohnerinnen schon im Bett. Wir waren noch eine Weile wach und sassen in dem kleinen Eingangsbereich uf dem Boden (im Schlafraum geht das Licht halb 12 aus). Ein sehr anstrengender und sehr langer Tag, aber auch lustig und interessant.
Montag, 8. September 2008
Begleitservice Franzi
Juhu, ich darf ein Interview mit den Machern von www.sexybeijing.tv machen! Jetzt brauche ich nurnoch einen Termin. Heute standen wieder keine Aufgaben auf meinem Arbeitsplan, aber da niemand allein umherfahren soll, habe ich Susi zum Beijing University Gymnasium begleitet. Dort fanden die Vorrunden im Tischtennis statt. Die erste Deutsche, die wir sehen wollten, haben wir verpasst, die naechsten beiden haben verloren und dann gewann Otto Vilsmaier scheinbar recht muehelos gegen einen brasilianischen Spieler. Das Zugucken war ganz interessant. Leider war es in der Halle sehr kalt (Klimaanlage) und ich hatte Flipflops an. Die chinesischen Volunteers wollten uns helfen, aber dann waere die Klimatisierung im ganzen Gebaeude ausgeschaltet gewesen. Ging also nicht. Anschliessend sind wir mit einem Media Bus wieder zum MPC (Main Press Centre) zurueckgefahren. Der Shuttleservice ist wirklich super. Man kommt ueberall problemlos hin und die vielen freiwilligen Helfer, die auch alle leidlich Englisch koennen, sind immer freundlich und geben ihr bestes. Im MPC haben Susi und ich ein paar andere getroffen und unsere Mc Donald's Gutscheine eingeloest. Heute gab es Mais. das muss man sich mal vorstellen: Bei Mc Donald's gibt es Mais, aber keine Milchshakes! Eine Stunde spaeter sind wir mit dem Bus wieder hier in unserem Viertel gewesen. Da haben wir gleich den Supermarkt um die Ecke erkundet. Dagibt es Brioche und Schokolade und auch ein bisschen Obst und Joghurt. Verhungern werde ich also nicht, auch wenn das Kantinenessen nicht die Welt ist. Im Supermarkt habe ich auch nach gelb-weissen Sojabonbons fuer eine bestimmte Person *raeusper* gesucht. Habe noch nichts gefunden und Herr Liu bezweifelt, dass soetwas ueberhaupt existiert. Jetzt geht es auch schon wieder weiter. Ich muss Kyra zu einem Tennisspiel begleiten. So langsam geht mir die Begleiterei auf die Nerven... vor allem weil ich selbst nichts schreiben kann. Naja, wenn ich erstmal meinen Interviewtermin habe, wird das schon. Ciao 4 now!
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